Donnerstag, 29. November 2012

Erster Erfolg der Detox-Kampagne

Nach mehrtägigen Protesten von Greenpeace-Aktivisten hat Zara (und somit auch z.B. Pull and Bear, juchu!) eingewilligt bis 2020 alle giftigen Chemikalien aus den Produktionsprozessen zu verbannen (hier und hier). Es ist großartig, dass das so schnell ging und was mit so einem Protest erreicht werden kann!
Noch acht Jahre warten und dann dürfte die Zara-Kleidung endlich nicht mehr die Umwelt belasten und die Gesundheit gefährden. Ich bin gespannt, ob das wirklich alles so klappt und ob man davon nach der Kampagne noch etwas mitbekommen wird.

Mittwoch, 28. November 2012

US-Regierung boykottiert Ölkonzern BP

Sowas würde ich gerne jeden Tag lesen! Wobei.. eigentlich sollte es ja normal sein, jeden Tag so etwas lesen zu können! Dass man sich extra darüber freut, bedeutet ja eigentlich nur, dass normalerweise keine Maßnahmen ergriffen werden und die ganzen Umweltsünder machen können, was sie wollen. Zwar könnte auf jeden Fall viel mehr getan werden, aber dieser eine Satz ist schön zu lesen.

Dienstag, 27. November 2012

Edit: Detox-Kampagne und zu langsamer Fortschritt

Nachdem ich den Ratgeber zur Detox-Kampagne gelesen und mich über die fehlenden Informationen zum Anwendungsbeispiel der Azofarbstoffe in meinem Unterricht und meinen Vorlesungen beschwert habe, lag nun plötzlich ein Gegenbeispiel vor mir. Sehr erfreulich!


In dem Buch "Chemie rund um die Uhr", das bei uns im Labor auf gelangweilte Kinder wartet, die zu früh zur AG erschienen sind, wird tatsächlich darauf hingewiesen, dass bei den Azofarbstoffen giftige bzw. kanzerogene Amine freigesetzt werden, die von der Kleidung über die Haut in den Körper gelangen und dass diese daher verboten sind. Da hat sich also wirklich etwas geändert!

Ansonsten ist mir heute bei der AG-Betreuung malwieder bewusst geworden, dass sich für mich einfach alles zu langsam ändert. Für mich sind meine Generation und hoffentlich auch die folgenden von Anfang an sensibilisiert für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen, da diese uns einfach insofern betreffen, dass wir handeln müssen und nicht mehr gedankenlos und verschwenderisch leben können (wollen). Aber das, was die "Hauptbetreuerin" (Generation meiner Eltern) den Kindern dort vermittelt, entspricht bei manchen Themen einfach nicht meinen Standpunkten und dem, was ich erwarte, was ihnen vermittelt werden sollte! Gerade haben wir wieder das Thema Milch und da gibt es dann die typischen Aussagen "in der Milch ist alles, was wir brauchen und sie ist gut verträglich für uns" usw. Es wird nicht erwähnt, wie die Kuhhaltung bei konventionellen Betrieben häufig ist, dass manche Menschen die Milch logischerweise doch nicht vertragen, da sie nämlich eigentlich für die Kälber ist und dass man daher einfach bewusst und verantwortungsvoll damit umgehen sollte. Kein Wort davon! Natürlich.
Außerdem wollen wir die Kinder für einen kleinen Wettbewerb anmelden, bei dem es dies Jahr um das Thema Eier geht. Ich weiß jetzt schon, dass nicht erwähnt wird, wie konventionelle Hühner leben und dass die Hälfte der Küken getötet wird.
Umweltbewusstsein wurde leider bis jetzt auch kaum vermittelt, dabei sollen bei uns doch Kinder naturwissenschaftliche Themen und Arbeitsweisen kennenlernen! Sie sind die Generation, die in den Naturwissenschaften umweltbewusst und nachhaltig denken muss, da kann man sie doch nicht erst auf den falschen Weg schicken, sondern muss ihnen gleich die Augen dafür öffnen!
In diesen Momenten geht mir das alles zu langsam. Ich möchte Sensibilisierung in allen Generationen und zwar sofort! Wenn das schon nicht geht, dann aber bitte wenigstens nicht die Kinder "versauen", danke!

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"Every time you spend money, you're casting a vote for the kind of world you want."

(Anna Lappe)

Sonntag, 25. November 2012

Ratlosigkeit bei den Standmixern

Eigentlich möchte ich mir einen Standmixer kaufen oder auch schenken lassen und dafür aber nicht mehr als 100 Euro ausgeben. Gerade habe ich mir viele Bewertungen, Berichte, Preisvergleiche, etc. angeschaut und bin nun wirklich ratlos. Normalerweise finde ich bei diversen Produkten am Ende immer eins, das mich überzeugt, aber bei den Mixern scheint das wohl etwas schwieriger zu sein oder nur die Produkte (weit) über 100 Euro etwas zu taugen. Hauptsächlich möchte ich damit Obst und Gemüse mixen, aber auch härtere Lebensmittel zu zerkleinern wäre ab und zu nicht schlecht.
Gibt es tatsächlich keinen Standmixer, der maximal 100 Euro kostet und absolut empfehlenswert ist? Habt ihr vielleicht ein paar Tipps für mich? Darüber würde ich mich sehr freuen!

Freitag, 23. November 2012

Detox-Kampagne von Greenpeace

In den letzten Tagen war zumindest im Netz viel über die aktuelle Kampagne von Greenpeace zu lesen, die sich dem Problem der giftigen Chemikalien in Kleidung widmet. Ich bin sehr begeistert, dass endlich etwas getan wird und hoffe sehr, dass sie Erfolge erzielen werden!
Neben den meistens sehr schlechten Produktionsbedingungen bezogen auf die Arbeiter ist auch der Einsatz von giftigen Chemikalien ein Problem, das uns alle betrifft. Ich habe mir schon oft Gedanken darüber gemacht und einige Dokus geschaut, aber noch keine für mich passende Lösung gefunden. Generell kaufe ich nicht besonders viel Kleidung, sodass ich trotz des begrenzten Studentenbugets vielleicht auch für einige Teile mehr ausgeben würde, wenn diese dafür umwelt- und sozialfreundlich produziert worden sind. Allerdings brauche ich kleine Größen, bestelle nicht so gern ausschließlich im Internet und habe bis jetzt auch noch keinen entsprechenden Shop gefunden, der auch meinen Geschmack trifft.
Genau dort liegt wohl das größte Problem für mich, denn geschmackstechnisch kaufe ich am liebsten bei Zara, die aber bei der Greenpeace-Kampagne als sehr schlecht geoutet wurden. Im Gegensatz zu z.B. H&M wurde auf keine Anfrage reagiert und H&M hat mittlerweile laut Greenpeace geäußert, dass giftige Chemikalien aus der Produktion in Zukunft verbannt werden. Bleibt abzuwarten, was passiert, aber prinzipiell ist das natürlich schon mal ein guter Schritt.
Zur Detox-Kampagne hat Greenpeace einen informativen Ratgeber veröffentlicht. Darin wird die Kampagne so beschrieben:

"In der Kampagne Detox werden der Chemikalieneinsatz für Kleidung und die daraus resultierenden Umwelt und Gesundheitsrisiken thematisiert – das macht auch dieser Ratgeber. Aussagen zum Anbau von Naturfasern, zum Recycling von Synthetikfasern oder zu Sozialstandards können nicht getroffen werden.
Quelle
Ziel der Detox-Kampagne ist es, die Textil-industrie zu entgiften." 

Ein Satz ist mir besonders aufgefallen, da ich ihn schon häufiger gelesen habe und er das Thema im Bezug auf die Umwelt einfach so gut beschreibt:

"In China heißt es: Die Modefarben der Saison erkennt man an den Farben der Flüsse."

Im Ratgeber werden zunächst die wichtigstens Chemikalien aufgelistet und ihr Einsatz sowie ihre Auswirkungen beschrieben. Dabei sind mir vor allem die Azofarbstoffe aufgefallen, da sie in der Schule und in der Uni (zumindest bei mir) als gängiges Anwendungsbeispiel für die Azokupplung aufgeführt werden und Jahrzehnte lang der Standardfarbstoff bei der Jeans-Produktion waren. Das ist ja generell in Ordnung, aber wieso kommt da nicht ein einziger Hinweis zur Giftigkeit oder dazu, dass sie mittlerweile (laut Greenpeace) nicht mehr für Produkte mit direktem Hautkontakt eingesetzt werden dürfen?
Außerdem werden die verschiedenen Gütesiegel vorgestellt und Firmen aufgelistet, die diese verwenden. Dabei ist mir besonders "Cradle to Cradle" aufgefallen, dass von "Trigema" verwendet wird. Über diese Firma und ihre Produkte habe ich mal eine Doku gesehen und im Urlaub sind wir in einem ihrer Geschäfte gelandet. Die Sachen waren unfassbar hässlich! Und Achtung: Es stank total chemisch und ungesund! Das ist ja sehr beruhigend. Naja wenigstens stuft Greenpeace das Siegel als schwierig zu bewerten ein. 
Habt ihr vielleicht ein paar Tipps für Shops, bei denen ihr gerne umweltfreundliche Kleidung bestellt? Leider gibt es hier, soweit ich weiß, keinen entsprechenden Laden und wie häufig fährt man schon in eine Großstadt.
Auf jeden Fall ist mein schlechtes Gewissen beim Kauf bei Zara und Co wegen der Produktionszustände nun noch um der Angst um Umwelt und Gesundheit erweitert wurden. Ich werde die Aktionen und Ergebnisse der Kampagne weiter beobachten und bin sehr gespannt. Hoffentlich ändert sich bald etwas!!!

Re: Bäume pflanzen?

Nun habe ich eine Antwort- bzw. Bestätigungsmail von kaufda bekommen wegen des Bäume Pflanzens. Zwar stehe ich der CO2-Neutralität generell weiterhin kritisch gegenüber, aber die Mail stimmt mich bezogen auf die Seriosität des Projekts von kaufda schon mal positiver. Hier nun die Mail:

Hallo,

super, dass Du unsere "Mach deinen Blog CO2-neutral"-Aktion unterstützt!
Hunderte weitere Blogger haben bisher an der Aktion teilgenommen und wir sind stolz darauf berichten zu dürfen, dass wir bereits einen kleinen Wald im Oberharz gepflanzt haben!
Für unser neues Aufforstungsprojekt Friedrichshagen suchen wir nun weitere Baumpaten.
Unter folgendem Link findest du einige Infos zum Projekt:

http://www.kaufda.de/umwelt/co2-neutral/teilnehmerliste-2/

Wenn Du also noch weitere Leute kennst, die einen Blog oder eine Website besitzen, freuen wir uns darauf auch diese CO2-neutral zu machen.

Viele Grüße vom "Mach's grün"-Team

Donnerstag, 15. November 2012

Nebelmomente

Nebelige Tage wie heute haben irgendwie etwas Besonderes, sofern sie nicht gehäuft auftreten, dann dämpfen sie gerne nicht nur die Geräusche sondern auch die Stimmung. Normalweise liebe ich den Frühling und den Sommer, aber der dichte Nebel im Herbst wirkt magisch und schafft eine spezielle Stimmung, die ich mag.
Auf dem Fahrrad sind nur wenige Geräusche zu hören und diese werden dafür intensiver wahrgenommen. Es sind schon eher Geräuschfetzen, die herbeiwehen, sich präsentieren und dann wieder verschluckt werden. Autogeräusche, Musik, Menschen, alles wirkt weiter entfernt als sonst. Ich schaue mir sehr gerne an, wie mit zunehmender Entfernung alles immer mehr vom Nebel bedeckt wird. Ein überholender Fahrradfahrer verursacht nur ein Rauschen beim Vorbeifahren und verschwindet kurz vor mir aus meiner momentanen Welt in den mich umgebenden Nebel. Das Gefühl alles zwar im Kopf zu sehen, aber nicht zu wissen, ob es sich dort wirklich noch befindet, da es in einer blickdichten, weißen Masse verschwunden ist, gefällt mir. Es vermittelt mir den Eindruck in einem guten Film zu sein, in dem die Geräusche intensiver sind als das Bild und meine Gedanken bilden schön klingende Sätze.
So magisch und schön die Nebelmomente sind, sollten sie trotzdem lieber nur gelegentlich auftreten, schließlich ist es auf Dauer doch beruhigender uneingeschränkte Sicht zu haben.

Mittwoch, 14. November 2012

Berechnungen zur Treibhausgas-Emission durch Fleischkonsum

Die "Zeit" hat einen Artikel über eine Studie des WWF veröffentlicht, bei der Berechnungen zu Treibhausgas-Emissionen durch den Verzehr von Fleisch und das Wegwerfen von Lebensmitteln durchgeführt wurden. Zwar sollten die Ergebnisse mit Bedacht gelesen werden, da einfach zu viele Faktoren eine Rolle spielen und hier nur die Berechnung eines einzigen Wissenschaftlers präsentiert wird, aber generell ist das schon mal ein ganz netter Richtwert. Uneinigkeit herrscht laut des Artikels vor allem bei der Emission der Treibhausgase Methan und Lachgas in der Landwirtschaft, die für die Berechnung der Kohlenstoffdioxid-Emission in entsprechende Äquivalente umgerechnet werden müssen, wobei jedoch noch keine verlässlichen Umrechnungsfaktoren bekannt sind.
Das Ergebnis dieser einen Studie ist, dass durch das konventionelle Ernährungsverhalten in Deutschland genauso viel oder sogar ein wenig mehr Treibhausgase emittiert werden wie durch den Verkehr. Das schafft trotz der nur mäßigen Verlässlichkeit zumindest erst mal eine gewisse Vorstellung der Größenordnung und dient bestimmt auch als gutes Argument bei der (lästigen) Vegetarier/Veganer-Frage... 

unsinnige Bio-Feststellung

In letzter Zeit habe ich häufiger in Zeitungen und im Internet gelesen, es sei ja nun festgestellt worden, dass Bio-Lebensmittel überhaupt nicht mehr Nährstoffe enthalten als konventionell erzeugte. Ach nee! Sowas regt mich immer auf und ich kann gar nicht glauben, dass so etwas wirklich von jemandem erwartet wird/wurde.
Ich kaufe doch kein Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau, weil ich denke, dass dort mehr Nährstoffe drin sind! Ich kaufe sie nicht, weil mehr Nährstoffe enthalten sind, sondern hoffentlich weniger Schadstoffe! Beim ökologischen Anbau geht es doch unter anderem darum, auf Schadstoffe zu verzichten und somit die Umwelt und die eigene Gesundheit zu schonen. Es geht außerdem darum, dass die verseuchten Böden sich regenerieren können, sodass in Zukunft weiter angebaut werden kann und wir weiter genügend Lebensmittel haben.
Natürlich sind mir dabei noch viele andere Aspekte wichtig, aber gerade rege ich mich über diese überall auftauchende, seltsame und unsinnige "Erkenntnis" auf.

Mittwoch, 7. November 2012

Vegan Wednesday Nummer 4 (14)

Heute ist mein vierter Vegan Wednesday und insgesamt bereits der 14., wie schnell die Zeit vergeht! Gesammelt wird dieses Mal von Carola. Der Tag war stressig und ernüchternd, denn die letzte Woche noch so grandiose und spannende Umweltschutz-Vorlesung war heute durch den Wechsel des Dozenten echt unspektakulär, bei der Arbeit war total viel los und für einen Film des Filmfests, haben wir dank einer unfähigen Verkäuferin keine Karten mehr bekommen, dabei hatten wir uns schon so gefreut.

Frühstück: ein paar Brote mit Avocado und Salz und Pfeffer (fotogener heute mal nicht als Matsch),
ich würde das am liebsten den ganzen Tag essen!
dazu grüner Tee und Orangensaft
und Standard-Frühstücksfernsehen


Mittagessen: Blumenkohl und Möhren mit Orangen-"Sahne"-Soße,
Pizza-Bratfilet (eine andere Sorte wäre passender)


Zwischendurch: Vor der Arbeit noch schnell den Rest vom Mittagessen
und einen veganen Tassen-Muffin


Abendessen: Unterwegs gab es leckere Schoko-Orangen-Reiswaffeln von Alnatura
(Wieso gab es heute eigentlich so viel mit Orange? ^^)
und Sandwich mit Tomaten-Mais-Pastete und Rucola
leider nur auf einem verschwommenen Foto

Montag, 5. November 2012

einfach(e,) leckere Wraps und ein sehenswerter Film

Am Samstag haben wir uns einen schönen Abend zu zweit gemacht mit Kochen und Kino. Wir haben Wraps gemacht und zwar ausschließlich mit Bio-Zutaten, denn meine Freundin hat sogar Bio-Wraps bei denn's gefunden, sodass wir ganz faul keinen Teig machen mussten. 

für vier Wraps: kleine Zucchini, halbe Paprika, große Tomate, ein Becher Hüttenkäse, Kresse, S&P

Die Wraps werden mit dem Käse bestrichen. Zucchini und Paprika werden gewürfelt, im Wok gegart und anschließend zusammen mit der ebenfalls gewürfelten Tomate auf den Käse gegeben. Zum Schluss noch mit Kresse bestreuen, würzen und rollen und schon ist das Ganze fertig! Das Ergebnis war sehr lecker!

Später haben wir uns im Kino den Film "Die Wand" angeschaut. Leider habe ich das Buch bis jetzt nicht gelesen, aber diverse Artikel zum Film klangen interessant.
Quelle
Mir hat der Film auch tatsächlich sehr gut gefallen. Die Kombination von eindrucksvollen Landschaftsbildern mit Stille, der Stimme der Erzählerin und klassischer Musik ist gut gelungen und ich kann mich nicht erinnern jemals etwas Vergleichbares gesehen zu haben. Teilweise wirkt die Art des Films etwas langatmig, aber alles andere wäre auch unpassend. Ziemlich beunruhigend sind die Szenen mit der durchsichtigen Wand und einige Nachtszenen z.B. mit Gewitter alleine im Wald. Allerdings muss man sich immer bewusst machen, dass das eher die Verbildlichung ihrer Gefühlswelt ist, das rückt beunruhigende Szenen in ein anderes Licht. Besonders hat mir die süße, flauschige, weiße Katze Perle gefallen, hach so eine brauche ich auch.
Auf jeden Fall ein sehenswerter Film!   

Donnerstag, 1. November 2012

späterer Arbeitgeber? nein!

Auf dem Greenpeace-Blog habe ich gerade einen für mich sehr interessanten Post gesehen und zwar geht es um eine Aktion in den USA für die Kennzeichnung von Gen-Pflanzen in Lebensmitteln. Dabei sollen diverse Chemie-Konzerne, allen voran natürlich Monsanto, große Geldsummen investiert haben, damit der Gesetzesvorschlag scheitert. Von den deutschen Unternehmen sind BASF und Bayer mit dabei. Für mich ist das insofern interessant, dass diese Firmen für Chemie-Absolventen die "Standard-Arbeitgeber" darstellen. Auch bei einer Messe dieses Jahr in Frankfurt wurde ich mit einer Kommilitonin, nachdem wir unseren Studiengang genannt hatten, gleich von einer netten Dame von BASF umschwärmt. Dazu kann ich nur sagen, dass die Aktion mit den Anti-Gen-Kennzeichnungs-Spenden malwieder ein weiterer Grund für mich ist, später nicht in der Industrie zu arbeiten, sondern hoffentlich an einem Institut forschen zu können, das aufklärt und aufdeckt und nicht vertuscht!

Umweltarena

Oh das klingt interessant, auf 3sat kam ein Bericht über die Umweltarena Spreitenbach. Das Projekt wird auf der Homepage so beschrieben: "Die Umwelt Arena ist eine Ausstellungsplattform für Themen der Nachhaltigkeit in den Bereichen Natur und Leben, Energie und Mobilität, Bauen und Modernisieren sowie Erneuerbare Energie."
Aber wann ist man schon mal in der Schweiz und welcher Student kann sich teure Tickets nach Zürich leisten...

Bäume pflanzen?

Schon häufiger habe ich den Button der Baum-Pflanz-Aktion von kaufda.de gesehen und mich immer gefragt, ob das tatsächlich funktioniert und jemand einen Baum für mich irgendwo einpflanzen würde. Es geht darum, dass möglichst viele Bäume gepflanzt werden sollen, die klimafreundlich CO2 umsetzen. Schreibt ein Blogger einen Post über dieses Projekt, wird dafür ein Baum gepflanzt. Wenn ein Blog aufgerufen und gelesen wird, wird währenddessen Strom verbraucht und somit CO2 ausgestoßen, daher soll laut kaufda als Ausgleich ein Baum gepflanzt werden.
Generell finde ich diverse Aussagen über Klimaneutralität, die immer öfter in allen möglichen Bereichen auftauchen, irgendwie bedenklich. Naja aber darum soll es hier trotzdem nicht gehen, ich sage mir hierbei einfach, auch wenn noch viel mehr Bäume abgeholzt werden, ist es sinnvoller, wenn wirklich vielleicht ein Baum pro Blogger gepflanzt wird, als nichts zu tun.
Ich bin nicht ganz sicher, was Sätze wie "wir haben 400 Bäume reserviert" bedeuten, aber nehme einfach in der Hoffnung teil, dass es etwas bringt.